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Ein großes Lob für das gesamte Team

Am 07. August 2017 veröffentlichte die Syker Kreiszeitung im Rahmen der Reihe „Hidden Champions“ einen tollen Artikel über die Heidhoff GmbH. Darüber sind wir sehr stolz und danken deshalb dem gesamten Team für die herausragende Arbeit seit mehr als 20 Jahren. Ohne den starken Zusammenhalt hätten wir nicht so viel erreicht!

 

Hidden Champions: Heidhoff verarbeitet Kunststoffe und Metalle für europaweiten Bedarf

Bild1© Kreiszeitung Syke (Michael Walter) Friedhelm und Silvia Heidhoff zeigen zwei CNC-Fräs-Teile, die ihr Unternehmen produziert. Das größte Teil, das sie je gebaut haben, maß übrigens zwölf Meter.

Syke – Von Michael Walter. Es gibt Firmen, deren Produkte hat man schon tausendmal in der Hand gehabt, ohne es zu wissen. Und es gibt Firmen, die in ihrer Branche eine führende Rolle spielen, ohne dass es bekannt wäre. Syke hat von beiden eine ganze Menge. Ein paar dieser „Hidden Champions“ möchten wir in dieser Reihe vorstellen.

Friedhelm Heidhoff ist ein Tüftler im besten Sinne des Wortes. Das war er schon zu der Zeit, als er noch in Stuhr als angestellter Maschinenschlosser gearbeitet hat. Wenn sein Arbeitgeber irgendein Teil benötigte oder eine Spezialkonstruktion erforderlich war, wusste Heidhoff eine Lösung. Das klappte so gut, dass er sich 1988 mit einer Garagenfirma in Halbetzen nebenberuflich selbstständig machte.

„Wir können noch nach Skizze aus fünf Strichen arbeiten.“

Heute leiten der 58-Jährige und seine Frau Silvia ihren eigenen Betrieb im Syker Gewerbegebiet. „Wir verarbeiten Kunststoffe und Metalle von der kleinsten Schraube bis zu Schweißkonstruktionen“, erklärt Friedhelm Heidhoff und legt ein Werkteil auf den Tisch: Einen etwa zwei Zentimeter hohen Metallzylinder mit einer Querbohrung in der Mitte und je einem „Nubsi“ oben und unten. „Befestigungsteile für Rohrschellen“, erklärt Friedhelm Heidhoff. „Die haben wir millionenfach hergestellt. Wir können aber auch sowas“, sagt er und legt einen unterarmlangen Aluminium-Quader mit diversen Ausfräsungen und Bohrungen daneben. „Das gehört zu einer Prüfvorrichtung für die Autoindustrie.“
Und daneben legt Heidhoff eine Art Metallgriff mit einem beweglichen Winkel dran – und grinst. „Das haben wir für das Katasteramt konstruiert. Eine Befestigung für Geräte, um Ecken zu vermessen. Drei Stück haben wir davon gebaut. Sowas improvisieren wir mal schnell. Wir sind noch Leute, die noch nach einer Skizze aus nur fünf Strichen arbeiten können.“

Bild2In diese kleinen Rollwägelchen, auf denen hier die Transportkörbe stehen, hat Friedhelm Heidhoff eine ganze Menge Gehirnschmalz investiert: Sie müssen rollbar sein, aber auch für solche Roboter-Wagen transportierbar, sie müssen stapelbar sein, leicht und trotzdem robust, man darf sich nicht daran verletzen können und sie dürfen nicht zu teuer sein.

Brot und Butter verdient die Heidhoff GmbH zum Beispiel mit Klemmbügeln, die man in der Industrie benötigt, um an Stahlträgern etwas aufzuhängen. „Wir sind sicher nicht die einzigen, die so etwas herstellen“, sagt Heidhoff. „Aber schnell muss man sein.“ Der Spruch „vier Wochen Lieferzeit“ funktioniere in der Branche nicht.

Zweites Standbein: Lackierständer

Ein zweites Standbein des Unternehmens: Lackierständer für die Kfz-Branche werden bei Heidhoff in Syke produziert und europaweit vertrieben. Damit hatte eigentlich auch alles angefangen, damals in der Halbetzer Garage. 1995 hatte Friedhelm Heidhoff dann einen Teil seiner Arbeitgeberfirma übernommen, als deren Chef sich zur Ruhe setzen wollte. 1998 verlegte Heidhoff den Betrieb dann nach Syke. „Das bot sich an“, sagt er. „Wir wohnen in der Nähe. In Heiligenrode war der Standort nur gemietet, in Syke sind wir auf unserem eigenen Gelände. In Heiligenrode hatten wir auch keine Erweiterungsmöglichkeiten. Hier schon.“
Nicht einmal Heidhoff weiß, wofür genau jedes einzelne Teil verwendet wird, das sein Betrieb herstellt. „Wir bekommen Maße und Computerskizzen und den Auftrag: Macht mir so ein Teil! Und dann machen wir.“
Sein Tüftler-Gen kann der Firmeninhaber trotzdem noch oft genug aktivieren. So hat er sich beispielsweise gerade erst einen Anfahrschutz für Hochregale patentieren lassen. Und worauf er durchaus stolz ist, sind spezielle Transportwagen, die er für einen Autohersteller konstruiert hat. Deutlich praktischer und – besonders wichtig für den Auftraggeber – dabei auch noch billiger als alle Konkurrenzprodukte.

Kurioseste Anfrage blieb Heidhoff gut in Erinnerung

Auch der kurioseste Auftrag, an den Heidhoff sich erinnern kann, kam aus der Autoindustrie:
„Wir sind gefragt worden, ob wir für VW Gehänge für Roboterstraßen bauen könnten.“ Also Vorrichtungen, an denen man entweder Werkteile, Material oder Fertigungsmaschinen aufhängen kann. Die Schwierigkeit dabei: „Wir mussten unsere Teile um bereits vorhandene Teile herum konstruieren. Das musste in einer ganz bestimmten Programmiersprache geschrieben werden.“ Dafür wurden Heidhoff zwei Mitarbeiter einer anderen Firma zur Verfügung gestellt. Die waren für zwei Wochen eingeplant. Geworden sind daraus drei Monate.
„Die hatten den Aufwand total unterschätzt“, erzählt Heidhoff weiter. „Die Gehänge durften voll beladen nicht tiefer hängen als unbeladen, bei Hitze nicht anders als bei Kälte, und die Zugänglichkeit für die Fertigungsroboter musste jederzeit gewährleistet sein.“ Heidhoff hat’s schließlich hingekriegt. Und gar nicht mal so schlecht: „Laut VW war das die unanfälligste Anlage, die je bei ihnen gelaufen ist“, sagt er. „Das ist doch mal ein Lob für so eine kleine Firma wie uns!“


 

Besuch vom Bremer Bürgermeister

Am 03. August 2016 besuchte der Bremer Bürgermeister, Carsten Sieling, sowie weitere Syker Politiker die Heidhoff GmbH in Syke.

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Von links: Luzia Moldenhauer (MdL), Karsten Bödecker (stellv. Bürgermeister der Stadt Syke), Peter Jahnke (SPD-Fraktionsvorsitzender), Heinfried Schumacher (SPD-Ratsmitglied), Silvia Heidhoff (Geschäftsführerin Heidhoff GmbH), Carsten Sieling (Präsident des Bremer Senates und Bürgermeister der Hansestadt Bremen), Friedhelm Heidhoff (Geschäftsführer Heidhoff GmbH)

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Interessierte Diskussion während der Betriebsbesichtigung

 

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Bestaunen der Funktionsabläufe im neuen Dreh-Fräszentrum

 

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Betrachtung eines Zwischenproduktes

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